Hirrlingen

Eine starke Gemeinde in Baden-Württemberg.

Problemstoffe auf der Kläranlage

Erstellt von Marinic am Donnerstag 3. November 2016

Problemstoffe auf der Kläranlage

Feuchttücher, Hygieneartikel, Altöl und andere Stoffe bereiten der Kläranlage Probleme und gehören nicht in die Kanalisation

Die wenigsten Menschen machen sich beim Öffnen des Wasserhahns oder beim Spülen der Toilette Gedanken, was mit dem Wasser passiert, wenn es durch den Abfluss verschwindet. Leider werden so auch oft Abfälle über diesen Weg entsorgt, ohne sich über mögliche Folgen bewusst zu sein.

Aus gegebenem Anlass weisen wir daher darauf hin, dass weder Speisereste, noch feste oder flüssige Abfälle über die Kanalisation entsorgt werden sollten. Diese Stoffe stellen eine Gefahr für Abflussrohre, öffentliche Rohrleitungen, Kläranlagentechnik und die Umwelt dar.

Da im Laufe dieses Jahres zum wiederholten Male Altöl in großen Mengen auf die Kläranlage eingeleitet wurde, möchten wir die Bevölkerung auf folgenden Sachverhalt hinweisen. Öle und sonstige Schmierstoffe haben nichts im Abwasser zu suchen, hierfür gibt es geeignete Schadstoffsammelstellen.

Wer diese Stoffe bewusst einleitet, begeht einen Verstoß gegen die Abwassersatzung und handelt vorsätzlich. Kann der Verursacher ermittelt werden, kann dies mit Bußgeld geahndet werden. Sollte es so weit gehen, dass die Reinigungswirkung der Klärwerke und die Funktionsfähigkeit der Abwasseranlagen beeinträchtigt oder erschwert werden, sind Kosten von 50.000 € und mehr zu erwarten, die auf den Verursacher zukommen. Der Abwasserzweckverband Hirrlingen-Starzeltal wird sich vorbehalten, gegebenenfalls sogenannte mobile Probenehmer ins Abwassernetz einzusetzen, um den Verursacher zu ermitteln.

Wir weisen darauf hin, dass Kosten für die Unterhaltung und Reparatur öffentlicher Abwasseranlagen und der Klärwerke sowie auch Kosten für die Verursacherermittlung von der Allgemeinheit über die Abwassergebühr zu tragen sind, wenn der Verursacher nicht ermittelt werden kann.

Ein weiteres großes Problem stellen Feuchttücher und andere Hygieneartikel dar, weil sie extrem reißfest sind und sich im Wasser nicht auflösen, sondern große Klumpen oder lange Zöpfe bilden. Dies führt oft zu Verstopfungen von Rohren und Kanälen, aber auch von Pumpen und Aggregaten, was wiederum zu erhöhten Kosten für die Allgemeinheit für die Wartung und Reinigung führt. Es ist uns ein großes Anliegen, darauf hinzuweisen, dass feuchte Toilettentücher und andere Hygieneartikel ebenfalls nichts im Abwasser zu suchen haben. Sie gehören in den Restmüll.

Die Probleme mit feuchten Toilettentüchern haben sich in den letzten Jahren auf drastische Weise erhöht, seit verstärkt Feuchttücher und andere Hygieneartikel benutzt werden.

Wir appellieren an die Vernunft der Bevölkerung und bitten darum die folgenden festen und flüssigen Abfälle ordnungsgemäß über den Abfalleimer oder die Schadstoffsammlung zu entsorgen.

Das gehört nicht in die Toilette (auch nicht im zerkleinerten Zustand):

  • Windeln, Slipeinlagen, Binden, Tampons
  • Zahnseide, Ohrenstäbchen
  • Strumpfhosen
  • Putzlappen, Wischtücher
  • Heftpflaster
  • Speisereste, Küchenabfälle
  • Schlachtabfälle
  • Zigarettenkippen, Korken
  • Medikamente, Tabletten
  • Farben, Lacke, Pflanzenschutzmittel, Pinselreiniger, Schädlingsbekämpfungsmittel, Verdünner
  • Tapetenkleister
  • Chemikalien, Putzmittel, Rohrreiniger, WC-Steine
  • Frittierfett, Speiseöl
  • Benzin, Heizöl
  • Kehricht, Schutt, Asche, Katzenstreu, Vogelsand
    u.v.a.m.

Es belastet die Umwelt, kostet viel Geld und bedeutet große Mühen, bis das Wasser wieder fließen kann, wenn Fremdstoffe die Rohrleitungen verstopfen oder die Leistungsfähigkeit der Kläranlage beeinträchtigen.

Bedenken Sie: unser Wasser ist eine unserer wichtigsten Ressourcen.

Wir bitten Sie daher achtsamer beim Umgang mit Abwasser zu sein.

Christoph Wild                                                                             Walter Saile
Vorsitzender Abwasserzweckverband Hirrlingen-Starzeltal                 Klärwärter