Hirrlingen

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Abwasserzweckverband Hirrlingen-Starzeltal: Jahresbericht 2009

Erstellt von admin am Montag 1. Februar 2010

Abwasserzweckverband Hirrlingen-Starzeltal: Bericht über das Betriebsjahr 2009

Das Jahr 2009 war noch geprägt von den Restarbeiten zur Beseitigung der Hochwasserschäden aus dem Jahr 2008, den Verbesserungen des Hochwasserschutzes für die Zukunft und von der Abrechnung der Versicherungsleistungen.

Die neu eingebauten Aggregate und die Steuerung arbeiteten gut, das Betriebsjahr 2009 hat keine negativen Überraschungen gebracht, die Sanierungsarbeiten im Bereich des Nachklärbeckens wurden plangemäß weitergeführt.

Diese Arbeiten sind jedoch dem normalen Verschleiß zuzurechnen.

Die Kosten für die Auswechslung der Räumer betrug rund 45.000,– €.

Bereits vor der endgültigen Erstellung der Jahresrechnung kann gesagt werden, dass die Kosten für den laufenden Betrieb der Kläranlage unter dem Haushaltsansatz blieben, was insbesondere an der weiterhin bestehenden Möglichkeit zur Verwertung des Klärschlamms in der Landwirtschaft liegt.

Desweiteren konnte die in den Vorjahren bezahlte Abwasserabgabe mit Investitionen in den Verbandsgemeinden verrechnet werden.

Die Kosten aus dem Hochwasser belasten den Verband abschließend mit ca. 55.000,– €.

Neue Kredite mussten nicht aufgenommen werden, nachdem wir zum Jahresende 2009 nun auch die Versicherungsleistungen aus dem Hochwasserereignis  abrechnen konnten. Im Jahr 2010 wird es möglich sein, den Verbandsgemeinden einen Teil ihrer Liquiditätsumlage, die zur Stärkung des Verbandes und zur Vermeidung von Kosten ausserordentlich bezahlt wurde, wieder zurück zu erstatten.

Die Gesamtverschuldung ist erneut gesunken, nachdem die Tilgung in Höhe von rund 80.000 € planmäßig erbracht werden konnte..

Zu den Betriebsdaten:

Die Vergleichszahlen sind mit großer Vorsicht zu bewerten, da das Jahr 2008 unter gänzlich anderen Betriebsverhältnissen gesehen werden muss.

2009 hatten wir einen Abwasserdurchfluß mit 702.159 cbm, was einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 13.326 cbm entspricht.

Erneut war die Reinigungsleistung hervorragend, die neue Steuerung und die leistungsabhängigen Gebläse haben sicher positiv dazu beigetragen.

Die Abbauleistung lag beim chemischen Sauerstoffbedarf (CSB) im Mittel wieder bei 94 %, dies bedeutet im Ablauf noch 22 mg/l, der Grenzwert liegt bei 40 mg/l.

Beim Gesamtstickstoff betrug die Abbauleistung 72 % gegenüber 69% im Vorjahr, so dass mit 8,7 mg/l der Grenzwert von max. 18 mg/l deutlich unterschritten wurde.

Gleiches gilt beim Phosphat, dort betrug der Abbaugrad 84 %, die Restmenge 0,79 mg/l, der Grenzwert liegt bei 1, 4 mg/l.

Die Ablaufwerte wurden in 45 pro Messungen überprüft, dies bedeutet, dass nahezu jede Woche eine entsprechende Kontrolle durchgeführt wird.

2081 cbm Schlamm wurden abgegeben, davon erneut der größte Teil in die Landwirtschaft, lediglich 527 cbm wurden entwässert und anderweitig entsorgt.

Insgesamt war ein deutlicher Rückgang der Schlammmenge zu beobachten.

Sämtliche Klärschlamm- und Bodenproben haben keinen Anlass zu Beanstandungen ergeben, die Grenzwerte wurden deutlich unterschritten, selbst der maximale Wert unseres Schlammes lag noch bei unter 50 % des zulässigen Grenzwertes.

Nachdem das Projekt zur Klärschlammtrockunung und -Entsorgung in Empfingen nicht mehr weiter verfolgt wird, werden wir uns um tragfähige Konzepte neu bemühen müssen.

Der Stromverbrauch der Anlage betrug 188.845 kw/h und ist damit gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegen, was wohl auch in der erhöhten Durchflussmenge begründet liegt.

5,5 Tonnen Sand waren zu entsorgen, 19,7 Tonnen Restmüll fielen an, damit liegt der Sand etwas über dem Vorjahresanfall, der Restmüll jedoch deutlich darunter.

Die Auslastung der Anlage sank um 70 Einwohner/Einwohnergleichwerte auf jetzt 4.007.

Die Kläranlage muss 365 Tage betreut werden, d. h. auch an Sonn- und Feiertagen und bei Störungen Tag und Nacht  – 24 Stunden. Dies gibt Anlass zum Jahresende auch dem Betriebspersonal für den guten Einsatz und die Leistung im Jahr 2009 zu danken.

Herr Elsner wurde zum stellvertretenden Klärwärter ausgebildet-